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    Review von Schatten | Assassin's Creed Valhalla


    Quelle: Presse-Extranet

    Seit 2017 in Entwicklung erschien zwei Jahre nach Assassin's Creed Odyssey am 10. November 2020 weltweilt Assassin's Creed Valhalla.

    Die Handlung spielt im 9. Jahrhundert. Häuptling Eivor führt seine Wikinger von Norwegen über die Nordsee zu den Britischen Inseln. Dort angekommen treibt Eivor ein ehrgeiziges Ziel an: Eine blühende nordische Siedlung in England errichten. Mitten im feindlichen Gebiet.

    Die Wahl des Geschlechts können wir zu Beginn des Spiels treffen. Anders als in Assassin's Creed Odyssey, habt ihr in Assassin's Creed Valhalla zu jeder Zeit die Möglichkeit, plötzlich das Geschlecht zu wechseln - und zwar per Knopfdruck im Inventar. Ihr werdet als Frau eure Ziele genauso ausschalten können wie als Mann und dabei dieselben Waffen und Ausrüstungsgegenstände tragen. Das Geschlecht hat keine Auswirkungen auf die Story und ist rein kosmetisch.

    Es ist schön, dass uns Spielern die Wahl und die Möglichkeit gegeben wird, das Geschlecht unseres Protagonisten jederzeit zu ändern. Ich würde mich trotzdem darüber freuen, wenn das Geschlecht des Protagonisten klar festgelegt wird und dieses auch in der Geschichte und im Gameplay klar verankert ist. Weibliche Protagonisten gab es bis jetzt leider nur in Nebenreihen. Ein Assassin’s Creed der Hauptreihe mit einer weiblichen Protagonistin wäre eine schöne Überraschung.


    Quelle: Presse-Extranet


    Die Geschichte von Eivor teilt sich auf in den Ausbau der eigenen Siedlung und die Suche nach Verbündeten. Zudem bekommen wir schon sehr früh im Spiel Verbündete, die wir alle kennen: Die Verborgenen, eine frühere Form der Assassinen. Durch diese Bruderschaft erhalten wir über Umwege die versteckte Klinge und werden in deren Nutzung eingeweiht. Mit diesem Wissen haben wir die Möglichkeit, mit tödlicher Präzision zuzuschlagen und auch unbemerkt an unsere Ziele zu kommen.

    Mit der Villa Auditore von Monteriggioni in Assassin’s Creed II und der Davenport-Siedlung in Assassin’s Creed III hatten wir schon zwei eigene Siedlungen. Dabei hat Ubisoft das Beste aus beiden Siedlungen herausgenommen und diese in die Siedlung Hraefnathorp, zu Deutsch Rabendorf, gesteckt.

    Die Vorräte und Rohmaterialien, die für den Ausbau der Siedlung benötigt werden, müssen durch Klöster-Raubzüge beschafft werden. Nach einigen erfolgreichen Raubzügen ist es euch dann möglich, z. B. Schmiede, Kriegerlager, Handelsposten und Bruderschaftshaus zu bauen.

    Durch den Bau von Gebäuden steigt die Bekanntheit der Siedlung und eure Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Gebäude bieten, so z. B. die Verbesserung der Ausrüstung beim Schmied. Zudem haben einige Bewohner Quests parat, die es abzuschließen gilt, sobald ihr Gebäude gebaut wurde oder eine bestimmte Saga abgeschlossen wurde.

    Aus meiner Sicht ist die Siedlung, deren Ausbau und die eigene Verbundenheit zu den Bewohnern durch Quests ein guter Schritt in die richtige Richtung. Von den Siedlungsquests hätte ich gerne mehr gesehen. Nicht nur ein paar einzelne Quests. Hoffentlich wird dieses Features in zukünftigen Teilen erneut aufgegriffen und erweitert.


    Quelle: Presse-Extranet


    Die Suche nach Verbündeten ist für die Siedlung und Eivor selbst ebenso wichtig, denn auch durch diese steigt die Bekanntheit der Siedlung. Dabei hilft die Bündniskarte. Diese zeigt euch an, welche Bündnisse aktuell möglich sind und welche Bündnisse schon abgeschlossen wurden. Diese sind in einzelnen Sagen aufgeteilt, wo Eivor gemeinsam mit den möglichen Verbündeten unterschiedliche Ziele verfolgen muss, damit diese zu Eivors Verbündeten werden.

    Dieses Sagensystem erinnert an die Sequenzen des Missionssystems, welches vor Assassin's Creed Origins eingesetzt wurde. Doch dieses Mal haben wir Spieler die Möglichkeit, die jeweiligen Sequenzen bzw. Sagen nach eigener Reihe zu wählen. Vorausgesetzt, die Stärke Eivors ist ausreichend für das jeweilige Gebiet.

    Damit kommen wir schon zum Gameplay. Das Kampfsystem von Assassin's Creed Origins und Odyssey wurde erneut einer Überarbeitung unterzogen. Ganz im Stile der Wikinger wurden die Kämpfe blutiger und brutaler gestaltet.

    Neben den Fähigkeitenbäumen bzw. Skilltrees, die in Assassin's Creed Origins und Assassin's Creed Odyssey eingeführt wurden, haben wir nun noch zusätzliche Fertigkeiten dazubekommen. Die Fähigkeiten sind nun überschaubarer und teilen sich in je 11 Nah- und Fernkampffähigkeiten auf, so z. B. Wurfaxt-Wut und durchschlagender Schuss.

    Die Fertigkeiten dagegen sehen auf den ersten Blick sehr komplex und unübersichtlich aus. Dabei ist dies ein Netz aus unterschiedlichen Fertigkeiten, die sich in Nahkampf, Fernkampf und Schleichen unterteilten.

    Kleine Fertigkeiten geben mehr Schaden, Gesundheit, Widerstand, Bonus auf aktuell getragene Ausrüstung und vieles mehr. Große Fertigkeiten sind zum Teil ehemalige Fähigkeiten, die nun permanent aktiv sind, nachdem sie erworben wurden.


    Quelle: Presse-Extranet


    Die Spielwelt ist umfangreich und detailliert. Sie lädt zum Erkunden ein und ist mit allerhand unterschiedlichen Aufgaben gefüllt. In jedem Gebiet gibt es Reichtümer, Artefakte und Rätsel, die es zu finden oder zu lösen gilt.

    Dabei sind Reichtümer z. B. einzigartige Ausrüstungen, Fähigkeiten und Herstellungsmaterialien, die wir in der Spielwelt finden können. Mit den Materialien kann die Ausrüstung beim Schmied verbessert werden, wobei sich erst nach einer bestimmten Stufe das visuelle Aussehen der Ausrüstung ändert.

    Bei Assassin’s Creed Origins und Odyssey gab es eine viel zu große Ausrüstungsauswahl, wo an fast jeder Ecke bessere Ausrüstungen warteten. Dies hat sich in Assassin’s Creed Valhalla zum Glück geändert.

    Das Suchen von römischen Artefakten und das stumpfe Fangen von fliegenden Papieren erinnern in manchen Teilen an Assassin’s Creed Brotherhood und Assassin’s Creed III.

    Die Rätsel innerhalb der Spielwelt sind unterschiedlich originell umgesetzt. Die legendären Tiere und die verirrten Drengr sind gute Herausforderungen. Der Spottstreit, die Animus-Anomalien und das Auffinden der Schatzhorte stellen eine willkommene Abwechslung zum Kampf dar.

    Dagegen sind die Weltevents weniger gut umgesetzt bzw. nachvollziehbar. Wir bringen einer Frau, die in der Kanalisation eingesperrt ist, einige Schlangeneier und jedes Mal furzt sie eine grüne Wolke. Bei einem anderen Event helfen wir einem Wikinger, seinen Schwur zu brechen, nie mehr zu weinen.

    In den vorherigen Teilen haben wir weitaus bessere Nebenquests erlebt, z. B. die Schlacht der hundert Hände aus Assassin’s Creed Odyssey.


    Pro
    - Eigene Siedlung mit Ausbau und Quests
    - Umfangreiche und detaillierte Spielwelt
    - Viele neue Nebenaufgaben
    - Überarbeitungen in
    - Gameplay
    - Kampfsystem
    - Ausrüstung
    - Erkundung
    - etc.

    Kontra
    - Viel zu viele optionale Sammelaufgaben
    - Teils schwache Weltevents



    Fazit
    Das Spiel hat das Potenzial einen für viele Stunden in seinen Bann zu ziehen. Es macht Spaß, einfach nur durch die Spielwelt zu reisen und dabei in das Zeitalter der Wikinger einzutauchen. Die Rückkehr der versteckten Klinge und der Assassinen bzw. der Verborgenen wird viele Fans und Spieler gefreut haben.

    Ubisoft überarbeitete und verbesserte das Gameplay, das Kampfsystem, die Ausrüstung und viele weitere Bereiche. Damit führen sie zudem die Umwandlung zum RPG weiter fort. Außerdem verwendeten sie teils aus vorherigen Teilen Features, die gut umgesetzt und eingebracht wurden.

    Assassin’s Creed Valhalla ist ein umfangreiches, gutes Spiel und ein würdiger Nachfolger der Reihe.


    Bewertung

    80/100



    Für das Review wurde uns eine Version von Assassin's Creed Valhalla zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank an Ubisoft!

    geschrieben von Schatten