Willkommen!
Wir sind Treffpunkt für Fans seit 2007 mit News, einer Enzyklopädie, Infos, Guides, Virtual Photography, Interviews & mehr zu den Assassin's Creed Spielen und Mitglied im Mentor's Guild Programm von Ubisoft.
Aktuelle Themen im Forum

    Erfindungen in Assassin's Creed III

    Auf dieser Seite sind alle Erfindungen aufgelistet, welche man in Assassin's Creed III sehen kann.




    Glasharmonika

    Dies ist ein Musikinstrument, das Benjamin Franklin erfunden hat. Er ist darauf gekommen, als er jemanden gesehen hat, der bei einer Vorführung in London auf wassergefüllten Weingläsern "gespielt" hat. Es scheint damals nicht viel Unterhaltung gegeben zu haben und selbst die Unterhaltung, die es gab, war nicht unterhaltsam.

    Das Prinzip der Glasharmonika ist dasselbe - das Instrument selbst besteht aus einer Reihe von ineinander gestapelten Schalen. Man benutzt einen Fußhebel, um sie zu drehen und spielt sie, indem man mit einem nassen Finger über die sich drehenden Ränder der Schalen streicht.

    Die Glasharmonika hatte ihr Debüt 1762 in London und war eine Zeit lang sehr beliebt - besonders in Deutschland, wo Mozart zwei Stücke für sie schrieb. Das ist schon ein ziemlich berühmter Fürsprecher. Jedoch war ihr Erfolg nur von kurzer Dauer. Sie wurde schnell wieder unbeliebt, wahrscheinlich, weil es keine Möglichkeit gab, sie so zu verstärken, dass sie auch in großen Konzertsälen gut zu hören war.

    Das klingt natürlich alles ziemlich langweilig, also möchte ich lieber die dramatischere, alternative Erklärung glauben - das Spielen auf der Glasharmonika wurde verboten, weil es wahnsinnig machen konnte.

    Ich würde sicher irre werden, wenn man mich zwingt, in einem Saal zu sitzen und ihr zuzuhören. Andererseits habe ich eine Schwäche für Dudelsäcke, also bin ich's wahrscheinlich schon.




    Franklin-Ofen

    Im 18. Jahhundert war es nicht einfach, eine Wohnung zu heizen. Man brauchte ein Feuer - in einem Kamin - aber Kamine waren ineffizient, rauchig und mussten an Wände gebaut werden, was bedeutet, dass man Wärme durch die Rückwand des Hauses verlor. Nicht zu vergessen, dass die Mengen an Holz, die benötigt wurden, um eine Stadt zu heizen, zur rapiden Entwaldung führten - und ja, die Menschen wollten auch schon im 18. Jahrhundert die Bäume retten - hat ja gut funktioniert, oder?

    Hier ist Benjamin Franklins Lösung für das Problem - ganz bescheiden als Franklin-Ofen bezeichnet.

    Der Ofen ist grundsätzlich ein Kamin aus Metall, der in die Mitte eines Raumes, und nicht mehr an den Rand, gestellt werden konnte. Franklins Berechnungen nach benötigte er nur 1/4 des Holzes eines traditionellen Kamins, gab aber doppelt so viel Hitze ab. Zudem war die Wahrscheinlichkeit von Funkenflug, der das Haus niederbrennen konnte, sehr viel geringer, was, wie man zugeben muss, ein Vorteil für jedes Heizsystem ist.

    Franklin wurde ein Patent für seinen Ofen angeboten, welches er jedoch ablehnte - er wollte, dass die Menschen seine Erfindung kostenlos verwenden konnten. Das war sehr philanthropisch von ihm, andere jedoch waren nicht so uneigennützig - mindestens ein Londoner Händler ließ sich eine abgewandelte Version des Ofens patentieren und machte damit ein Vermögen.

    Ein Beweis, dass die Welt schon immer voller Arschgeigen war, auch schon bevor es das Internet gab.




    Elektrostatischer Generator

    Ein elektrostatischer Generator ist ein Gerät, mit dem man statische Elektrizität für wisenschaftliche Experimente erzeugen kann. Tatsächlich wird es auch genau aus diesem Grunde elektrostatischer Generator genannt. Diese spezielle Maschine ist eine frühere Version von denen, die man in Wissenschaftsmuseen findet - du weißt schon, diese Dinger, die die Haare von Kindern zu Bergen stehen lassen (und ihnen damit beibringen, dass Wissenschaft Spaß machen kann).

    Da es natürlich im 18. Jahrhundert nicht genug Wissenschaft gab, um ein Wissenschaftsmuseum zu füllen, gab es nur wenig Verwendung für elektrostatische Generatoren - bis zur Erfindung der Leidener Flasche, die die erzeugte Elektrizität tatsächlich speichern konnte.




    Leidener Flasche

    Wir alle mögen Flaschen, nicht wahr? Und diese Flasche ist ein frühes Gerät, um Elektrizität zu speichern - genau genommen, die Elektrizität, die von einem elektrostatischen Generator erzeugt wird. Benjamin Franklin benutzte sie bei seinen Experimenten - sie ist eine Art rudimentäre Batterie. Sie wurden erstmals 1745 in der Stadt Leiden in den heutigen Niederlanden entwickelt und zwar von einem Wissenschaftler namens Peter van Musschenbroek. Sie wurde wahrscheinlich Leidener Flasche genannt, weil - wer in Gottes Namen will eine Musschenbroek-Flasche? Klingt eher nach etwas, was man in einer Bar mit zweifelhaftem Ruf bestellen würde.

    Der Aufbau der Flasche ist ziemlich einfach - es ist eine Flasche. Genau genommen eine Glasflasche, die innen und aussen mit Metallfolie beschichtet ist - aber sie repräsentiert einen großen Schritt vorwärts beim Verständnis der Elektrizität, denn sie gab Wissenschaftlern etwas, womit sie arbeiten konnten. Vorher konnten sie zwar Elektrizität erzeugen, diese aber nicht speichern - nicht besonders praktisch.

    Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig in der Nähe der Flasche. Du könntest einen garstigen Schlag bekommen.

    Wenn ich so drüber nachdenke, spiel damit. Mach schon. Vergiss, was ich gesagt habe.




    Orrery

    Ein Orrery ist eine Art Uhrwerk, das die Rotation der Erde, des Mondes und der Sonne zeigen soll - obwohl es auch andere Planeten enthalten kann, abhängig von seiner Größe. Extrem schwierig auszusprechen für Leute, die das R nicht richtig sprechen können, waren Orrerys im 18. Jahrhundert als Konersationsstücke sehr beliebt. Keine Bibliothek eines englischen Herrn war vollständig ohne ein solches.

    Die Bezeichnung "Orrery" ist von dem Mann abgeleitet, der das erste in Betrieb genommen hat - Charles Boyle, Earl von Orrery. Eigenartigerweise wurde es nicht nach seinem Erfinder - George Graham - oder seinem Erbauer - John Rowley - benannt. Ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie jemand Reiches den Ruhm für etwas einstreicht, nur, weil er das Geld hatte, es sich zu kaufen. Statt dem Mann, der den Verstand hatte, es sich auszudenken.

    Versuch mal, den Namen fünfmal hintereinander auszusprechen. Das ist nicht leicht. Und ausserdem wirst du dabei leicht irre aussehen.




    Spiegelarm

    Franklin entwickelte den Spiegelarm auf Grundlage eines ähnlichen Geräts, das er in Europa gesehen hatte. Es ist ein Satz aus drei Spiegeln, die aus einem Fenster im zweiten Stock gehangen werden. Die Spiegel sind so angeordnet, dass man, wenn man aus dem sieht, sehen kann, wer an die Vordertür klopft - ein schwieriges Unterfangen in einigen Stadtteilen von Philadelphia, wo die Häuser hoch und die Straßen eng sind. Natürlich kann man mit ein paar Anpassungen auch die Tür des Nachbarn beobachten - daher der englische Name "Busybody" (obwohl ich sie "neugierige alte Schachtel" genannt und auf dem Seniorenmarkt verkauft hätte).

    Spiegelarme werden auch heute noch in Philadelphia verwendet, wohl, weil es immer gut ist zu wissen, wer vor der Tür steht, und es nie unmodern wird, seinen Nachbarn hinterher zu schnüffeln.




    Watts Dampfmaschine

    Diese Maschine wurde von James Watt erfunden, der zwischen 1763 und 1776 daran arbeitete. Es ist nicht die erste Dampfmaschine, die jemals erfunden wurde - der Entwurf basiert auf etwas, das sich die Newcomen-Maschine nennt und aus dem Jahr 1712 stammt. Jedoch ist Watts Maschine die erste, die weitläufig als praktisch angesehen wurde. Watts Maschine hatte gegenüber anderen Maschinen dieser Zeit zwei Vorteile - sie arbeitete mit geringem Druck, was bedeutete, dass es bei ihrer Benutzung weniger Boilerexplosionen gab (und Boilerexplosionen können so unangenehm sein) - und sie verbrauchte weniger Kohle, die, wie heutzutage Benzin, teuer war. Genau genommen war sein Entwurf so gut, dass er für weitere hundert Jahre nicht verbessert wurde.




    Drache und Schlüssel

    Benjamin Franklin ist wahrscheinlich am bekanntesten dafür, dass er einen Drachen, an dessen Unterseite ein Metallschlüssel angebracht war, durch Gewitterwolken fliegen ließ.

    Ohne den Teil der Wissenschaft, lässt ihn das ehrlich gesagt etwas... einfach erscheinen.

    Das also hat er gemacht: Er versuchte herauszufinden, ob er eine elektrische Ladung auffangen konnte und damit einige seiner Theorien über Elektrizität zu beweisen (nämlich die, dass Blitze aus Elektrizität bestehen, was heute ziemlich selbstverständlich erscheint, damals jedoch noch nicht bewiesen war). Das Experiment war erfolgreich - der Drache fing eine Ladung auf, die einen Funken erzeugte, wenn jemand den Metallschlüssel berührte.

    Natürlich ist der populäre Mythos der, dass Franklin den Drachen ins Zentrum des Sturms fliegen ließ und dann vom Blitz getroffen wurde. Das ist offensichtlich falsch, da ihn das wahrscheinlich getötet hätte - oder, wenn man einigen Comicbüchern glauben will, ihn zu einem Superhelden aus reiner Elektrizität gemacht hätte. So etwas ist jedoch in keinem Geschichtsbuch zu finden.

    Ich suche weiter, es müsste ja hier irgendwo stehen.




    Joseph Priestley's Soda-Apparat

    Das erste trinkbare Glas Soda wurde 1776 von Joseph Priestley hergestellt, einem Pfarrer, Philosoph und Freund Benjamin Franklins. Priestley lebte in Leeds, England, direkt neben einer Brauerei... was auf den ersten Blick wunderbar bequem erscheint, was aber in Wahrheit bedeutet, dass alle Sachen im Haus früher oder später nach Hefe und Malz zu riechen beginnen - obwohl, wenn man mal in Leeds war, weiß man, dass Kleidung, die nach Hefe riecht, als vornehm gilt.

    Genau genommen ist man in Leeds schon allein dann vornehm, wenn man Kleidung besitzt.

    Priestley wurde es gestattet, über den Fässern in der Brauerei Experimente durchzuführen - eine abscheuliche Verletzung moderner Gesundheitsbestimmungen, über die man sich damals wohl jedoch keine Gedanken machte. Er fand heraus, dass, wenn er eine Schale Wasser über die Brauereigase (die er "feste Luft" nannte) hielt, diese das Wasser durchdringen und es sprudelig machten.

    Priestley teilte sein neues Getränk stolz mit seinen Freunden, realisierte aber nicht, dass er es zu Geld machen konnte (oder es war ihm egal). Die Erfindung von Softdrinks wird also auf zukünftige (und geldgierige) Erfinder warten müssen.


    Quelle: Animus-Datenbank

    geschrieben von Dracir