Assassin's Creed - Altaïr's Chronicles




Geschichte
Assassin's Creed - Altaïr's Chronicles ist die Vorgeschichte zu der Version für den PC, PS3 und XBox.
Die Geschichte spielt im Jahr 1191. Altair wird ausgeschickt, den "heiligen Abendmahlskelch" zu beschaffen. Dieser soll erhebliche Macht besitzen und sogar den Ausgang der blutigen Kreuzzüge beeinflussen. Altair muss sich den Kelch von den Templern holen, die den Kelch sonst in falsche Hände geben könnten.


Grafik
Das Spiel ist in 3D und kann sich auf dem Nintendo DS durchaus sehen lassen. Die Kamera ist fest und bewegt sich 2 dimensional, vor allen von links nach rechts. Man hat daher keine Möglichkeit Gegenstände und Gebäude von allen Seiten zu betrachten, sondern nur von der vorgegebenen, was beim Gesamtkonzept des Spieles aber kein Nachteil ist.


Musik
Die Musik in Stereo ist gut auf das Thema abgestimmt: Während man sich durch die Städte schleicht, ertönen zumeist Geräusche von Marktgetümmel. Bei Gefahren setzt entsprechend Musik ein, die die Situation unterstreicht. Beim Menü, welches man während des Spielens mit START aufrufen kann, kann man sogar Chöre hören, die einen in die Zeit der Kreuzzüge versetzen.


Das Spiel
Im Oberen Bildschirm ist der Hauptbildschirm. Der Touchscreen dient normal als Karte/Orientierungshilfe. Zudem werden dort die Menüs oder Minispiele dargestellt. Die Tasten des DS werden mit verschiedenen Funktionen ausgelastet. So kann man mit der R Taste langsam gehen oder auf Balken das Gleichgewicht halten, mit A Wände hoch klettern oder mit B springen. Die Tasten X und Y dienen dem Einsatz der Waffen. Durch entsprechende Kombinationen kann man auch verschiedene Schwerttechniken anwenden.
Das Spiel beginnt mit einem Tutorialabschnitt, um die wichtigsten Elemente der Steuerung zu lernen. Mit dazu gehören Methoden, die einen Minispiel-Charakter haben. Zum einen wäre da der Diebstahl. Es gibt wenige Personen, denen man etwas stehlen muss. Dazu wird eine dunkle Fläche auf dem Touchscreen eingeblendet. Dieser entspricht dem Beutel des Opfers und man muss vor dem Diebstahl wissen was drin ist. Also macht man durch den Touchpen den Beutelinhalt sichtbar, indem man mit ihm über den Touchscreen fährt. Kann man soweit alle Gegenstände sehen, tippt man auf den Gegenstand, den man entwenden will und führt ihn, ähnlich wie bei "der heiße Draht" an den anderen Gegenständen vorbei. Berührt man den Rand des Beutels oder einen anderen Gegenstand zu lange oder schafft es nicht, den Diebstahl innerhalb der vorgegeben Zeit durchzuführen, ist der Diebstahl gescheitert. Ein weiteres Minispiel kommt zum Einsatz, wenn eine Person verhört werden muss: Auf dem Touchscreen erscheint dann der Rücken des Opfers. Zu einem bestimmten Zeitpunkt müssen dann Punkte gedrückt werden und am Ende wird der auf dem Rücken gepresste Arm schmerzhaft nach oben gedreht. Timing und Geschicklichkeit sind hier gefragt.
Altair sammelt im Laufe des Spieles zahlreiche blaue Kugeln ein. Hat man eine bestimmte Menge an Kugeln eingesammelt, kann man seine Lebensleiste verlängern, oder sein Schwert verbessern. Rote Kugeln erscheinen, wenn Altair einen Gegner tötet. Diese füllen dann wieder Altairs Lebensleiste aus. In Fässern können ebenfalls rote Kugeln gefunden werden.
Neue Gegenstände und Fertigkeiten erhält man in der Regeln nach einem durchgespielten Abschnitt. Am Anfang eines Abschnittes steht immer ein Story Teil und Altair erhält Aufgaben oder Hinweise zum Verbleib des Kelches. Hat man einen Abschnitt gemeistert, wird der Abschnitt wieder mit einem Story Teil abgeschlossen. Nach jedem Abschnitt wird automatisch gespeichert. Während der Abschnitte durchläuft man zahlreiche Speicherpunkte. Stirbt Altair, kann man entsprechend wieder vom letzten Speicherpunkt starten. Die Speicherpunkte sind jedoch nur temporäre Speicher. Macht man den Nintendo DS während eines Abschnitts aus, muss man den letzten Abschnitt wieder vom Anfang an spielen. Das Spiel an sich beginnt relativ einfach, man wird an die Steuerung herangeführt und kann am Anfang auch nur wenige Fähigkeiten und Waffen einsetzten. Mit fortlaufendem Fortschritt erhält man immer mehr Waffen und Fähigkeiten, die im Bezug auf die Steuerung teilweise etwas geübt werden müssen. Zudem werden die Abschnitte etwas schwerer.
Da Altair sich überwiegend über die Dächer oder auch mal durch einen Abwasserschacht bewegt, sind genaue Sprünge über Abgründe erforderlich. Zudem muss man auch höhere Häuserwände hoch klettern, über schmale Balken balancieren und dabei auch schon mal gleichzeitig aufpassen, nicht von Pfeilen getroffen zu werden oder sich mit einem Seil von einer zur anderen Plattform schwingen. Ist man dennoch auf den Straßen unterwegs, muss man damit rechnen, dass sich die Wachen auf Altair stürzen und man sein Schwert schwingen muss.


Fazit
Man ist am Anfang vielleicht etwas skeptisch, weil man sich, ähnlich wie bei vielen 2D Spielen, nur in eine Richtung bewegt. Allerdings überzeugt das Gesamtkonzept. Knifflige Abschnitte muss man teilweise mehrmals Spielen, später auch mal etwas überlegen. Die Grafik und Musik auf dem Nintendo DS überrascht und überzeugt zugleich. Ohne Probleme fühlt man sich in die Spielwelt hinein versetzt. Zudem werden auch bei diesem Spiel ein paar Besonderheiten des Nintendo DS genutzt, wie das Mikro, um durch pusten eine Truhe vom Staub zu befreien. Insgesamt ist Assassin's Creed - Altaïr's Chronicles eine durchaus lohnende Anschaffung.

geschrieben von Waya Yoshitaka