GamePro über Odyssey

Natascha Becker und Dimitry Halley von der GamePro haben sich mit allen Informationen, die sie bis jetzt haben, zusammengesetzt und darüber gesprochen, was uns aus ihrer Sicht mit Odyseey erwarten wird.


Erste weibliche Protagonistin
Mit Odyssey haben wir den ersten Hauptteil in der gesamten Reihe, wo man mit einer weiblichen Protagonistin das gesamte Spiel verbringen kann. Natürlich gab es vorher schon Liberation, Chronicles China und Syndicate. Die ersten beiden Spiele sind Nebentitel und bei Syndicate konnte man die Geschwister Jacob und Evie spielen. In manchen Missionen steuerte man Jacob, in anderen Evie. Somit war man trotzdem auf einen männlichen Protagonisten angewiesen. Genau das ändert sich nun. Alexios und Kassandra sind austauschbar. Spielt man Alexios, existiert Kassandra nicht. Umgekehrt genauso.

Beide Protagonisten haben die gleiche Hintergrundgeschichte, haben den gleichen Grund, wieso sie Söldner sind, haben Zugriff auf die gleichen Fähigkeiten und können die gleichen Romanzen eingehen.


Der Weg zum Open-World-RPG
Ubisoft wagt nun den Schritt zum Open-World-RPG. Im Triple A Bereich gibt es zur Zeit keine Spiele dieser Art. Die hohe Entscheidungsfreiheit kommt bei den Quests zum Vorschein. Diese haben unterschiedliche Enden, je nachdem, welche Nebenquests man abschließt und ob man Gegner tötet oder leben lässt. Das wirkt sich auf die Hauptquests aus. Bei der E3 Demo konnten alle wichtigen Charaktere sterben, vergiftet werden, überleben oder sich selbst richten. Der Spieler hat die Kontrolle darüber, wie es ausgehen soll.


Gegenwart kehrt zurück
Die Geschichte um Layla Hassan, welche in Origins gestartet wurde, geht weiter. Auch in der Gegenwart wird man Entscheidungen treffen können, die die Gegenwart beeinflussen. So wird reguliert, wie viel man von dieser Geschichte erfährt. Damit sollen Spieler, die nichts von der Gegenwart wissen wollen, schnell wieder ins Antike Griechenland zurückkehren können. Andere Spieler, die sich auch für die Gegenwart interessieren, können mit den richtigen Entscheidungen auch mehr dort verbringen. Laut Dimitry wird es ein ähnliches Gewicht haben wie in Origins. Ganz nett, aber nicht das, was man früher von der Gegenwart erwartet hat.


Unsere Odyssey, unsere Entscheidungen, unser eigener Kanon
Viele fragen sich sicherlich, wie es sein kann, dass man nun selbst Entscheidungen treffen kann. In den vorherigen Teilen durchlebte man durch den Animus die Erinnerungen von Vorfahren, die vor Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden schon verstorben waren. Man selbst hatte keine Möglichkeit, einzugreifen. In Odyssey bestimmen wir, welche Entscheidungen Alexios oder Kassandra gemacht haben. Damit hat jeder Spieler seinen eigenen Kanon, wie seine eigene Odyssey verlaufen ist.


Unterschiedliche Enden und ihr Ausmaß
Im Spiel wird man viele unterschiedliche Entscheidungen treffen. Ob klein oder groß, sie beeinflussen das Ende des gesamten Spiels. Deswegen gibt es mehrere Enden. Wie groß die Unterschiede zwischen den Enden sind, wissen wir bis jetzt noch nicht. Als Spieler sollten wir hier skeptisch bleiben.


Wiederspielwert und die Freiheit der Spieler Der Wiederspielwert hängt davon ab, wie stark sich die Entscheidungen auf die unterschiedlichen Enden auswirken. Da weiß man aktuell noch nichts. Ob man, wenn man Alexios oder Kassandra spielt, andere Entscheidungen trifft, wird jeder Spieler anders sehen. Manche bauen keine Verbindung mit ihrem Charakter auf, andere tun es schon und entscheiden sich dann auch dementsprechend.

Die Wahl zwischen Alexios und Kassandra soll Barrieren einreißen, damit der Spieler so viele Freiheiten wie möglich hat, damit er seine Rolle im Spiel so gut wie möglich einnehmen kann.


Kampfystem und Neuerungen
Natascha meint, beim Kampfsystem hätten sie sich keine Mühe gegeben. Dimitry zeigt dabei auf, dass sie mit Origins ein komplett neues Kampfsystem eingeführt haben. Manche Fans mögen dieses neue Kampfsystem nicht. Hier darf man keinen riesigen Sprung erwarten.

Es spielt sich laut Dimitry wie Origins und ist nicht wirklich ein Rollenspiel. Dazu entfachten Detaildiskussionen, was ein Rollenspiel ist. Trotzdem spielt es sich immer noch wie ein Assassin's Creed. Parkourlauf, Schleichen, Attentate ausführen, etc. sind wie gehabt möglich. Neu sind die Fähigkeiten, die man direkt im Kampf einsetzen kann.


Odyssey gegen Dragon Age
Im Vergleich mit Dragon Age sind die Spezialisierung noch sehr einfach gestrickt. Ansätze an Rollenspiele sind vorhanden, doch man sollte nicht zu viel erwarten.


Sokrates und die Zahlen im Spiel
Man wird im Spiel auf einige berühmte Persönlichkeiten stoßen, wie Sokrates und Hippokrates. Sokrates wird eine wichtige Rolle im Spiel haben und einem als Questgeber zu Verfügung stehen. Nachdem man diese abgeschlossen hat, wird er einem dazu Fragen stellen, die einen dazu anregen sollen, seine Entscheidungen zu überdenken.

Es ist zum Standard bei Ubisoft geworden, dass man beim Treffen von Gegnern die Schadenszahl sehen kann. Wie es auch schon bei Origins möglich war, wird man auch in Odyssey die Möglichkeit haben, diese Angaben zu deaktivieren.


Entwicklungszeit
Am Ende sagt Natascha, dass Odyssey nur ein Jahr in Entwicklung gewesen sein soll. Es war aber insgesamt drei Jahre in Entwicklung.




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geschrieben von Schatten