Reddit AMA mit Jonathan Dumont

In einer fast zweistündigen Fragerunde hat Creative Director Jonathan Dumont auf Reddit einige Fragen bezüglich Odyssey beantwortet. Es ist möglich, dass es nicht nur bei dieser einen Fragerunde bleibt. Bei Origins war dies nicht anders.

Es wurden vor allem Formsachen beantwortet. So sei geplant, dass Odyssey beim Erscheinen ein Wendecover mit Alexios und Kassandra erhalten soll. Die Geschichte von Odyssey wurde von einem Team unter der Leitung von Melissa MayCoubrey entwickelt.

Dumont erklärt, wie Odyssey in das Franchise passt. Der Spieler kann mit Assassin's Creed bestimmte Momente der Geschichte erleben und wichtige Ereignisse der Geschichte sehen. Odyssey erfüllt seinen Auftrag damit, das der Spieler ins Antike Griechenland zu Zeiten des Peloponnesischen Krieges zwischen Sparta und Athen versetzt wird und auf historische Figuren wie Sokrates und Hippokrates trifft. Dank des neuen Dialogsystems kann der Spieler nun auch mehr mit dieser Geschichte interagieren. Der Spieler soll bereit sein mit Sokrates zu debattieren.

Odyssey wird in seiner übergeordneten Handlung auf die Edensplitter der ersten Zivilisation eingehen, wie sie den späteren Konflikt zwischen Templern und Assassinen schufen. Es werden im Spiel mehrere Edensplitter, neben dem Speer von Leonidas, auftauchen.

Layla aus Origins wird zurückkehren. Die Handlung in der Gegenwart mit Layla soll jedoch nicht gänzlich optional sein. Die Dosierung und ihr Vorkommen hängt von Entscheidungen des Spielers ab. Das bedeutet, dass man sie in jedem Spieldurchlauf sehen wird. Davon aber abgesehen sollen die Entscheidungen, vor allem die Wahl von Dialogoptionen, das Ende beeinflussen. Wie stark sich das Ende eines Durchlaufs vom anderen unterscheidet, bleibt uns bis jetzt ein Geheimnis.

Der offizielle Roman wird eine Geschichte mit Kassandra behandeln. Im Spiel selbst bleibt es dem Spieler überlassen welche Figur dem eigenen Kanon entspricht.

Die Wahl des Protagonisten zu Beginn ist für den weiteren Spieldurchlauf in Stein gemeißelt. Die Fähigkeiten sind im Grunde die selben und dem Spieler beleibt überlassen, wie stark sich der Protagonist vom Spieldurchlauf davor unterscheidet. Odyssey bietet dem Spieler eine breite Auswahl an Fähigkeiten, die bis jetzt noch nicht komplett vorgestellt wurden. Diese erlauben unterschiedliche Spielweisen. Man kann den bodenständigen Attentäter steuern, aber auch den allmächtigen Krieger.

Dumont erklärt dabei auch, weshalb der Protagonist keinen Schild trägt, obwohl dies zur Ausrüstung eines Spartaners gehört. Der Punkt sei der, dass der Protagonist kein spartanischer Soldat, sondern ein Söldner sei. Im Vergleich zu Origins wird diese aber dafür wendiger im Kampf sein. Ihm stehen im Kampf verschiedene Ausweichmanöver zur Verfügung, wie wegrollen oder stoßen. Außerdem wird Wert auf Parieren gelegt, damit wiederum sei Odyssey auch näher an den Vorgängern der Reihe.

Während in Origins durch einen Spielfehler die Spielergemeinschaft sich darüber freute, Bayek anpassen zu dürfen, wird es in Odyssey keine Möglichkeit geben Alexios oder Kassandra äußerlich zu verändern. Der Spieler bleibt auf die Kleidung beziehungsweise Rüstung beschränkt. Allerdings wird der Helm wohl immer zur Brustplatte passen.

Die Karte wird doppelt so groß sein wie in Origins, die Hälfte besteht aus Wasser. Das Schiff wird dabei ein essentieller Bestandteil sein, um die Ägäis zu überqueren. Das Schiff wird mit diversen Verbesserungen bei den Waffen, der Ramme und bei der Schiffshülle aufwertbar sein. Überall in der Welt wird es neue Besatzungsmitglieder zu finden geben. Jeder von ihnen bringt neue, eigene Vorteile mit sich. Auch kosmetische Änderungen werden möglich sein. UbiStore, ich höre dich trapsen.

Der Protagonist befehligt außerdem auch untergebene Mitstreiter, die man rekrutieren kann. Wie in Brotherhood können diese Rekruten eingesetzt werden, um NPCs abzulenken oder zu bekämpfen. Dieser Fähigkeit nennt sich „Call to Arms“/“Waffenruf“. Der Fallschirm kehrt jedoch nicht zurück.

Es gibt aber wieder Gewölbe mit Rätseln, die man im Parkour durchlaufen kann. Die Welt sei so gut wie überall besteigbar und der Parkourlauf soll nun besser funktionieren. Insgesamt soll es laut Dumont 7 Biome und viele Unterregionen mit eigenen Charakteristiken in ihrer Atmosphäre und Wahrnehmung geben.

Es wurde ein Wettersystem eingebaut, welches sich an die dynamische Welt anpasst. Es wird eine Herausforderung sein, bei einem Sturm auf hoher See zu segeln.

Der Protagonist wird einige Tiere streicheln und zähmen können. Katzen wird es nicht geben. Nur die Großen, die es lieber vorziehen, uns zu zerfleischen, als sich streichen zu lassen. Zudem werden wir ein Pferd namens Phobos reiten können.

Es wird verschiedene Fortschrittsanzeigen für unterschiedliche Anforderungen geben. Im Allgemeinen soll der Fortschritt anders dargestellt werden als in den Vorgängern. Mit dem Fortschritt braucht man auch möglichst bessere Ausrüstung. Diese wird platziert und vor allem Setteile werden nicht zufällig irgendwo zu finden sein. Diese können dann beim Schmied aufgewertet werden. Das wird auch nötig sein, wenn Kopfgeldjäger wie die Phylakes aus Origins uns auf den Fersen sind. Diese werden nach wie vor nur aus computergesteuerten Einheiten bestehen. Es wird noch andere Systeme geben, die sie jetzt noch unter Verschluss halten werden. Ein paar Überraschungen werden wir also noch erwarten.

Das Team hat Griechenland besucht, um das Land mit eigenen Augen zu sehen, die Topographie zu verstehen und ein Gefühl für die Kultur zu bekommen. Sie haben archäologische Forschungen studiert und zeitgenössische Autoren dieser Zeit gelesen. Zudem haben sie eine Spezialistin im Antiken Griechenland, Stephanie-Anne Ruatta, angeheuert, die ihnen dabei geholfen hat, das Antike Griechenland neu zu erschaffen und Entscheidungen zu treffen, um sicher zu stellen, dass alles so historisch korrekt wie nur möglich ist.

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geschrieben von Dukemon